Grundlagen

Vorsorge-Wissen: So machen Sie Ihren Haushalt krisenfest

Wasser, Nahrung, Energie, Wärme und Information – diese fünf Bereiche entscheiden, wie gut Sie durch einen Ausfall kommen. Hier finden Sie die Grundlagen kompakt erklärt, dazu die Sirenensignale und die wichtigsten Notrufnummern.

Vorsorge-Wissen

Alles Wichtige kompakt erklärt

Die fünf Grundlagen der Krisenvorsorge – verständlich, praxisnah und zum Aufklappen.

Wasser – das Wichtigste zuerst

Ohne Wasser geht nichts. Rechnen Sie mit rund 2 Litern pro Person und Tag zum Trinken, mit Kochen und Hygiene sind es etwa 3 Liter.

Wie viel soll ich lagern?

Für 14 Tage und 2 Personen etwa 56 Liter Trinkwasser – kühl, dunkel und in lebensmittelechten Behältern.

Wasser haltbar machen

Ungeoffnetes Mineralwasser ist sehr lange haltbar. Für Leitungswasser helfen saubere Kanister und eine Möglichkeit zur Entkeimung.

Nahrung – haltbar und ohne Strom

Setzen Sie auf Lebensmittel ohne Kühlung: Konserven, Trockenprodukte und Notrationen. Und kaufen Sie nur, was Sie auch wirklich gerne essen.

Was gehört in den Vorrat?

Konserven, Nudeln, Reis, Haferflocken, Öl und Salz – und einen Dosenöffner, der ohne Strom funktioniert.

Richtig rotieren

Neu Gekauftes nach hinten, Älteres zuerst verbrauchen. Zweimal im Jahr die Haltbarkeitsdaten prüfen.

Energie und Licht

Bei Stromausfall brauchen Sie eine eigene Energiequelle: Powerbank oder Powerstation, dazu Taschenlampen und Ersatzbatterien.

Powerbank oder Powerstation?

Eine Powerbank lädt Handys und kleine Geräte. Eine Powerstation versorgt zusätzlich Lampen, Radio und Laptop über mehrere Tage – mit Solarmodul lässt sie sich sogar nachladen.

Wärme im Ernstfall

Fällt die Heizung aus, helfen warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke. Heizen Sie im Zweifel nur einen Raum und halten Sie ihn geschlossen.

Sicher heizen, kochen und Licht machen

Nicht mit Gas in Innenräumen kochen. Gas- und Campingkocher erzeugen Kohlenmonoxid – ein Gas, das man weder sieht noch riecht und das lebensgefährlich ist. Verwenden Sie stattdessen einen Notkocher mit Brennpaste und lüften Sie auch dabei regelmäßig. Ein CO-Melder erhöht die Sicherheit zusätzlich.

Keine Kerzen als Lichtquelle. Offene Flammen sind im Ausnahmezustand eine ernste Brandgefahr. Setzen Sie auf LED-Notlichter, Stirnlampen und Laternen mit Akku oder Batterien – dazu ausreichend Ersatzbatterien.

Information und Kommunikation

Mobilfunkmasten haben nur eine begrenzte Notstromversorgung. Ohne Netz brauchen Sie ein Kurbel- oder Batterieradio – darüber wird die Bevölkerung im Ernstfall informiert.

Notfallkontakte

Wichtige Nummern auf Papier notieren und griffbereit aufbewahren. Vereinbaren Sie einen Treffpunkt, falls die Kommunikation ausfällt.

Bevorratung

Wie viel Vorrat brauche ich wirklich?

Wählen Sie Ihre Haushaltsgröße – die Richtwerte für 14 Tage rechnen sich automatisch.

28 Liter Trinkwasser 2 Liter pro Person und Tag × 14 Tage
2200 kcal Nahrung pro Tag haltbar, ohne Kühlung und sofort essbar
1 Set Licht & Energie Powerbank, Lampe, Radio

Richtwerte zur Orientierung für gesunde Erwachsene. Denken Sie zusätzlich an Medikamente, Hygieneartikel und Futter für Haustiere.

Aufklärung

Zivilschutz-Signale richtig deuten

In Österreich warnen Sirenen mit drei klaren Signalen. Wer sie kennt, reagiert im Ernstfall richtig.

Warnung3 Min. Dauerton

Ein gleichbleibender Dauerton. Eine Gefahr droht – schalten Sie Radio oder TV ein und beachten Sie die Verhaltensregeln.

Alarm1 Min. Heulton

Ein auf- und abschwellender Heulton. Unmittelbare Gefahr – suchen Sie schützende Räume auf und informieren Sie sich laufend.

Entwarnung1 Min. Dauerton

Ein gleichbleibender Dauerton für eine Minute. Die Gefahr ist vorüber – beachten Sie weiterhin die Hinweise der Behörden.

Gut zu wissen

Jeden ersten Samstag im Oktober findet der österreichweite Zivilschutz-Probealarm statt. Zusätzlich warnt AT-Alert im Ernstfall direkt per Nachricht auf Ihr Handy.

Im Notfall

Wichtige Notrufnummern

Diese Nummern sollte jeder kennen – am besten auch auf Papier notiert, falls das Handynetz ausfällt.